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Schmerzen beim Autofahren

Auto fahren
Autofahren gehört für die meisten Menschen zum Alltag. Mehr als 1,5 Stunden sitzen die Deutschen im Schnitt täglich im Auto. Rückenprobleme und Schmerzen in den Beinen sind dabei keine Seltenheit, denn langes Sitzen verschlimmert Gelenkschmerzen und kann sogar zu Langzeitschäden führen.
Wenn Sie öfter Schmerzen beim Autofahren haben, sollten Sie vorbeugend etwas tun. Wirken Sie dem entgegen, damit die Autofahrt nicht zur Qual wird: mit der optimalen Einstellung des Autositzes und häufigen Pausen mit verschiedenen Bewegungsübungen.

Den Autositz richtig einstellen

Die Autoindustrie entwickelt die Sitz- und Fahrzeugergonomie stetig weiter. Mittlerweile gibt es Sitze mit zahlreichen Sonderfunktionen, mit deren Hilfe man seinen Sitz individuell auf die eigenen Bedürfnisse einstellen kann. Grundsätzlich gelten dabei folgende Faustregeln:
Den Autositz richtig einstellen
Den Sitz so hoch wie möglich einstellen, ohne das Lenkrad zu behindern.
Die Neigung der Sitzflächen so einstellen, dass die Oberschenkel ohne großen Druck auf dem Sitzkissen aufliegen und die Pedale leicht durchgetreten werden können.
Das Gesäß möglichst dicht an die Rückenlehne schieben.
Den Sitz so weit nach hinten oder vorne schieben, bis die Beine bei durchgetretenen Pedalen leicht angewinkelt sind.
Die Neigung der Lehne so einstellen, dass das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen gut steuerbar ist (Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln ca. 110 Grad). Wichtig: Die Rückenlehne sollte Rücken und Schultern großflächig abstützen, und der Kontakt zwischen Lehne und Schultern sollte während der Fahrt erhalten bleiben.
Die Oberkante der Kopfstütze sollte sich auf gleicher Höhe mit dem Scheitel des Kopfes befinden. Der horizontale Abstand zum Kopf in aufrechter Haltung sollte etwa zwei Zentimeter betragen.
Erfahren Sie in unserem Übungsblatt mehr über die richtige Sitzeinstellung im Auto.

Pausen und Bewegungsübungen

Auch wenn Ihr Sitz optimal auf Ihre Bedürfnisse angepasst ist, können gerade bei längeren Autofahrten Schmerzen auftreten. Zwischendurch ist es daher besonders wichtig, Pausen einzulegen und wenn möglich einige Schritte zu gehen. Planen Sie diese kurzen Fahrpausen in Ihren Weg mit ein und finden Sie individuell heraus, welche Pausenfrequenz für Sie ideal ist. Sollten Sie in einen Stau geraten, können Sie auch diese Zeit nutzen, um einige Übungen direkt in Ihrem Auto durchzuführen.
Folgende Übungen funktionieren im Auto:
Bewegungsübungen
Streckung und Entlastung der Wirbelsäule
Dehnung der Nacken-/ Halsmuskulatur
Schulterdehnung
Hand- und Fingerstreckung
Kräftigung der Brust-, Schulter- und hinteren Oberarmmuskulatur
Kräftigung der vorderen Halsmuskulatur







Für diese Übungen fahren Sie am besten auf einen Rastplatz:
Für diese Übungen fahren Sie am besten auf einen Rastplatz:
Rumpfstreckung
Rumpfmobilisation
Fußkreisen
Fersen- und Faustdrücken
Dehnung der Schenkelvorderseite und der hinteren Oberschenkelmuskulatur









Erfahren Sie in unserem Übungsblatt mehr über geeignete Bewegungsübungen.

Beim Autokauf

Schon beim Autokauf gibt es einige Dinge, auf die Sie achten sollten: Neben dem Spritverbrauch und dem Preis sollte auf eine ergonomische Ausstattung des Innenraums geachtet werden. Diese hilft, Schmerzen vorzubeugen.
Wählen Sie ein Auto mit einer guten Sitzfederung, die Schwingungen und Stöße beim Fahren auf ein Minimum reduziert.
Armaturen und Bedienelemente sollten übersichtlich angeordnet und mühelos erreichbar sein, damit Sie sich beim Erreichen nicht unnötig verbiegen müssen.
Achten Sie auf eine leichte Türöffnung, durch die Sie einfach ein- und aussteigen können. Einige Fahrzeuge bieten Türen an, die sich automatisch öffnen lassen.
Vorteilhaft zum Ein- und Aussteigen können auch Geländewagen o.ä. sein, bei denen die Sitze höher liegen als bei anderen Autos.
Moderne Assistenzsysteme wie Einparkhilfen und Kameras, die am hinteren Autoteil angebracht werden, erleichtern das Ein- und Ausparken, da kein permanentes Kopfdrehen mehr erforderlich ist.
Gerade im Winter kann eine Sitzheizung angenehm für den Rücken sein und Schmerzen lindern. Alternativ gibt es auch kostengünstige Heizauflagen für den Autositz.
Literatur:
Infoletter Verkehrsministerium, Ausgabe 06/2003 – September/Oktober.
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